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Energieverbrauch

Satellitenaufnahme von Europa bei Nacht, NASA

10% des gesamten Strom­verbrauchs in Deutsch­land werden durch Beleuch­tung erzeugt. Auf kommunaler Ebene kann die Straßen­beleuchtung sogar bis zu 45% des öffent­lichen Strom­verbrauchs ausmachen. Dazu kommt noch Parkplatz- und Werbe­beleuchtung. Eine optimierte Beleuchtung stellt daher einen wichtigen Beitrag zu Klima- und Natur­schutz dar, senkt langfristig die Kosten der Gemeinden und erhöht die Lebensqualität der Anwohner.

Moderne LEDs gelten als im Verbrauch effizienter als die im Straßen­verkehr bisher verwendeten Natrium- und Quecksilber­dampflampen. Die gewonnen Ein­sparungen führen jedoch oft zu Rebound-Effekten: da das Licht günstiger ist, wird mehr beleuchtet. Noch existieren keine objektiv überprüften Schwellen­werte für eine sichere Straßen­beleuchtung. Wissenschaft­liche Unter­suchungen und jahre­lange Erfahrungen aus dem Straßen­verkehr zeigen aber, dass die angestrebten Beleuch­tungs­stärken um ein Viel­faches über dem liegt, was wir für nächt­liches Sehen benötigen. In einigen Fällen resultiert dies sogar in einer Ver­minderung der Sicher­heit, nämlich dann, wenn es zu Blendung kommt.

Energie­sparen beinhaltet aber nicht nur den Aus­tausch gegen energie­sparende Leucht­mittel, sondern auch sinnvolle Aus­richtung der Lampen, Anpassung von Beleuchtungs­stärken und -zeiten und den Einsatz intelligenter Beleuchtungs­systeme. So kann durch gezielte Nutzung Verschwendung von Licht vermieden und zusätzlich Energie gespart werden.

Foto: Satellitenbild von Europa bei Nacht, Data courtesy Marc Imhoff of NASA GSFC and Christopher Elvidge of NOAA NGDC. Image by Craig Mayhew and Robert Simmon, NASA GSFC. [Public domain], via Wikimedia Commons

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